„Im Licht der Lofoten“ von Sophie van der Linden

Der Roman „Im Licht der Lofoten“ von Sophie van der Linden erzählt von der schwedischen Malerin Anna Boberg und ihrem Streben, jenes eine Bild zu malen, das ihr endlich auch in Schweden die Anerkennung bringen soll, die sie in Frankreich und Italien längst erfahren hat. Anna Boberg, 1864 in Stockholm geboren, begann vergleichsweise spät, professionell zu malen. Sie war vielseitig begabt, … Weiterlesen

„Eine Geschichte der Sehnsucht“ von Ben Shattuck

In dieses Buch habe ich mich schockverliebt. Nur etwa anderthalb Stunden Lesezeit – und doch lässt es mich nicht mehr los. Nach „Die Geschichte des Klangs“ erscheint nun ein neuer schmaler Band von Ben Shattuck. Wieder zeigt sich: Literarische Größe bemisst sich nicht an der Seitenzahl. Auf kaum achtzig Seiten entfaltet Shattuck eine Geschichte, die … Weiterlesen

„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ von Alena Schröder

Mit „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ legt Alena Schröder den Abschluss ihrer Familien-Trilogie vor – nach „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ und „Bei euch ist es immer so unheimlich still“. Auch ohne Kenntnis der beiden Vorgänger lässt sich dieser Roman mühelos lesen: Die Geschichte ist in sich geschlossen, verständlich … Weiterlesen

„Donnersonntage“ von Marie Molsberg

„Donnersonntage“ von Marie Molsberg 1969: Die erste Mondlandung durch Apollo 11 begeistert die Welt, mehr als 400.000 Menschen pilgern zum Woodstock, in der Bundesrepublik gehen Studenten auf die Straße und Frauen kämpfen selbstbewusst für ihre Rechte. All das scheint im Westerwaldort Brunnenbach noch keine Rolle zu spielen. Hier herrschen klare Regeln, feste Moralvorstellungen und eine soziale Kontrolle, der … Weiterlesen

„Die Liebe, später“ von Gisa Klönne

Mit großer Feinfühligkeit und literarischer Ruhe erzählt Gisa Klönne von einer Ehe im Umbruch, von Krankheit als existenzieller Zäsur und von der leisen, oft schmerzhaften Suche nach sich selbst in der zweiten Lebenshälfte. Im Mittelpunkt steht Kora von Stein, Anfang sechzig, erfolgreiche Journalistin, glücklich verheiratet – scheinbar angekommen. Doch nach einer lebensrettenden Herzoperation findet Kora … Weiterlesen

„Die Riesinnen“ von Hannah Häffner

Mit „Die Riesinnen“ ist Hannah Häffner ein bemerkenswert kraftvoller Roman gelungen – weit mehr als ein Heimatroman oder eine klassische Generationenerzählung. Vielmehr ist es ein vielschichtiges, sprachgewaltiges Porträt dreier Frauen, die ihren eigenen Maßstab für Freiheit entwickeln. Ich würde dieses Buch durchaus in einem Atemzug mit den Romanen von Dörte Hansen nennen. Angesiedelt ist die … Weiterlesen

„Tage des Lichts“ von Megan Hunter

Ich bin ein großer Fan von Megan Hunter und habe bereits ihre beiden vorangegangenen Romane – „Die Harpyie“ und „Vom Ende an“ – mit Begeisterung gelesen. Für beide spreche ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus – allerdings nicht, ohne zu erwähnen, dass sie inhaltlich wie sprachlich keine Bücher zum „Nebenbei-Weglesen“ sind. Hunters Texte verlangen Aufmerksamkeit, Offenheit … Weiterlesen

„Alexander“ von Ferdinand von Schirach

Für mich bestand kein Zweifel: Als ich hörte, dass Ferdinand von Schirach ein Kinderbuch geschrieben hat, musste ich es lesen. Und was soll ich sagen? Ich finde, ihm ist ein kluges, warmherziges und schnörkellos erzähltes Buch gelungen, das zugleich von großer gesellschaftlicher Aktualität ist. Im beeindruckenden ersten Kinderbuch eines Autors, der bislang vor allem für … Weiterlesen

„Der andere Arthur“ von Liz Moore

Der kürzlich auf Deutsch erschienene Roman Der andere Arthur von Liz Moore weckte sofort mein Interesse. Nach den beiden erfolgreichen, deutlich spannungsorientierten Romanen Long Bright River und Der Gott des Waldes schlägt Moore hier einen ganz anderen Ton an: sie schreibt still und eindringlich über Einsamkeit – ohne Pathos, ohne melodramatische Zuspitzung, dafür mit psychologischer Genauigkeit und großer Empathie für ihre … Weiterlesen

„Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén

Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich von meiner Liebe zu Schweden spreche – zu seiner Landschaft, seinen Menschen und zu jenen Geschichten, die mit Wärme und Menschlichkeit tief ins Herz treffen. Umso größer ist meine Freude, dass mit „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén ein Roman erscheint, der genau in diese besondere Liga schwedischer Erzählkunst gehört, … Weiterlesen